künstliche Lebenräume

Das halten von Fischen in Aquarien ist ein zweischneidiges Schwert: Zum einen wird es von Tierschützern kritisiert, weil Fische, die in der Natur ein großes Revier und viel Bewegungsfreiheit haben, in oft zu kleinen Behältnissen gehalten werden. Andererseits bieten - gerade öffentliche - Aquarien die Möglichkeit, den Menschen die Vielfalt des Meeres und seiner Bewohner näher zu bringen. Und so aufzuklären über die Bedeutung der Weltmeere, und um zu sensibilisieren. Denn Umweltverschmutzung und Überfischung sind eine Gefahr für die natürlichen Lebensräume vieler Fischarten.

    
© Karl-Heinz Laube / PIXELIO
Zierfische
Fische und ihr Element: das Wasser

Die meisten Fische sind entweder in Süßwasser (Flüsse, Seen) oder in Salzwasser (Meere, Ozeane) zu Hause. Nur einige wenige Fischarten sind in beiden Gebieten zu finden, wie beispielsweise der Lachs.

Die meisten Fische für den Verzehr kommen aus den Meeren - hier sind die Ressourcen einfach größer. Für die heimische Tierhaltung dagegen wird meist auf Süßwassser-Fische zurück gegriffen, da ein Meerwasseraquarium in Anschaffung und Betrieb meist erheblich teurer ist.

Von den über 30.000 Fischarten stehen nicht wenige auf der Roten Liste, sind also vom Aussterben gefährdet. Ursache für den Rückgang der Artenvielfalt ist zum einen die Überfischung. Mit steigender Zahl der Weltbevölkerung steigt auch der Bedarf an Nahrungsmitteln für diese, und auch der Bedarf an Fisch ist in den letzten Jahren gestiegen. Um der Überfischung einzelner Gebiete zu verhindern bzw. um den Fischbestand wieder zu regenerieren, wurden vielerorts Fischfangquoten eingeführt, teilweise sogar ein generelles Fangverbot. Hier stehen wirtschaftliche Interessen und Umweltschutz oft im Konflikt miteinander.

Eine weitere Ursache für die Reduzierung der Artenvielfalt ist die Umweltverschmutzung, damit verbunden auch die Erwärmung der Weltmeere. Die Schifffahrt benutzt die Meere gerne zur unrechtmäßigen Beseitung von Abfall. Fische haben einen sehr sensiblen Organismus, und reagieren entsprechend auf diese Art von Veränderung ihrer Lebensräume. Auch die Erwärmung des Wassers stellt eine Belastung für die Fische dar und hat veränderte Lebensräume zur Folge.